Pflegebauftragter und seine schräge Idee der Prämie

Meine Katze hätte den Job des Pflegebeauftragten der Bundesregierung ĂĽbernehmen sollen. Sie hat auf alle Fälle bei mir im BĂĽro mehr von den Betroffenen ĂĽber den Alltag im Pflegeberuf erfahren. Mit entsetztem Staunen nehme ich zur Kenntnis, was dieser Mann als Lösung der Probleme von sich gibt! Er muss schon lange aus seinem Beruf sein und als Schulleiter in dem Fach Pflegeberuf auch nicht verstanden haben, um was es geht! Desweiteren mĂĽsste meine Katze nicht wie dieser Herr Westerfellhaus  als teurer Sesselbesetzer mit Pensionsanspruch auf unser aller Kosten finanziert werden. Der wichtigste Punkt , weshalb meine Katze den Job besser machen wĂĽrde: Die wäre nie auf eine solch saudumme Idee gekommen, Prämien anzubieten, fĂĽr diejenigen die in den Beruf zurĂĽckkehren, oder die nach der Ausbildung bleiben!!! Unfair allen gegenĂĽber, die täglich in dem Beruf arbeiten. Nichts als billige Lockmittel und eine Entlarvung der jahrzehntelangen politischen Fehler im Gesundheits – aber auch im Bildungssystem!! Weshalb schmeiĂźt jemand diesen Beruf hin? Warum sagt jemand nach der Ausbildung, nein danke, diesen Druck, diesen Stress, kann ich nicht lange machen? Hier liegen sie begraben, die Systemfehler! Diese Westerfellhaus Idee, politische Fehler im System mit einer Prämienanreiz zuzudecken, ist auch gefährlich fĂĽr alle die Pflege benötigen.
Wer raus gegangen und sich fĂĽr ein paar Scheine als Prämie einkaufen lässt, bleibt nur solange er unbedingt muss, um die Scheine behalten zu können! Dazu kommt: Diejenigen die diesen Beruf aus Ăśberzeugung gewählt haben und seit Jahren unterbezahlt und weit unter dem Wert  ihre Arbeit ausfĂĽhren, die werden hier mit FĂĽĂźen getreten. Denn fĂĽr die ändert sich nichts! Dieser  Prämien – Vorschlag ist sogar eine Beleidigung all derer in dem Beruf! Meine Meinung: Da sitzt einer der von sich aus geht und denkt: Alle sind käuflich! Eine Prämie als Lösung? Sie ändert nicht einen einzigen Millimeter an den bestehenden Systemfehlern. Und genau das wollen sie auch gar nicht, unsere Damen und Herren in Berlin, die Systemfehler angehen!Deshalb wurde er vielleicht auch ausgesucht, der Herr Pflegebeuaftragte. Und meine Katze Katinka wäre auch die bessere Pflegebeauftragte, denn sie hätte sich nicht angepasst und gedacht, Prämien wären eine Lösung des Problems! RH

 
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Unnötige Operationen und Verdrängung der Fakten

Es vergeht kein Tag an dem sich Politiker jeder Colouer nicht schämen, egal bei welchem Thema, uns für dumm zu verkaufen. Trotz nachgewiesener Faktenlage ihrer Versäumnisse frech, trotz aller Beweise abstreiten, oder verdrehen, damit es für sie gut dargstellt wird.

Beispiel heute in den Medien: CSU Verkehrsminister Scheuer (!!)) wurde auf die groĂźspurigen, nicht gehaltenen Versprechungen seines CSU Kollegen Dobrinth, 2018 wäre bundesweit schnelles Internet installiert, befragt. Scheuer  hat seinen Parteifreund gelobt und das “viele Geld” das bereits geflossen sei, hingestellt als habe er es verdient! Auf den Vorwurf der Landbevölkerung , dass sie schneller sind wenn sie Brieftauben lossenden, als  wenn sie ihre Nachricht per Mail losschicken, ging  er einfach nicht ein. Dann war heute auch noch der SPD Mann Lauterbach zu hören, es ging um den Mangel an Hebammen. Um deren Unterbezahlung und Personalmangel in Kliniken. Lauterbach, sicher gefrustet weil Spahn auf den Stuhl, gehievt wurde auf den er seit langem scharf ist, versprach wieder einmal viel, was er nicht halten kann. So und weil alle guten Dinge drei sind, hier noch das Standardthema, unnötige Operationen, pĂĽnktlich in einer beängstigenden Regelmäßigkeit, taucht es auf ……bleibt so, weil sich NIEMAND um die Ursachen kĂĽmmert und es – von allen – als  unabwendbar hingenommen wird. Und als Lösung der ganzen Unglaublichkeiten, denen wir ausgesetzt sind,  wird dann eine Anzeige geprĂĽft! Und schwubs ist das Thema vom Tisch. RH

Unnötige Operationen

Operationen aus monetären statt medizinischen Gründen? | Bild: NDR

Ärzte geben in der Studie an, dass Manager von den Medizinern eine bestimmte Zahl an Operationen fordern. Damit besteht die Gefahr, dass in deutschen Krankenhäusern mehr Menschen operiert werden als medizinisch notwendig ist. So verlangte 2010 im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Stellingen ein Geschäftsführer von seinen Ärzten 20 Herzkatheter-Eingriffe pro Tag. Sollten die nicht erfüllt werden, drohte er mit Gehaltsabzug. Die Hamburger Staatsanwaltschaft prüft in diesem Zusammenhang jetzt eine anonyme Anzeige. Das MVZ gibt an, die Anweisung sei nie umgesetzt und zurückgenommen worden. Hier Link zur Sendung:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/Krankenhaeuser-Geldmangel-Operationen100.html

 
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Offener Brief an niedergelassene Kassenärzte!

Wer neue Ziele erreichen will, muss alte Ufer verlassen! Diese alte Weisheit ist noch nicht zu der breiten Ă„rzteschaft mit Kassenzulassung durchgedrungen.

Heute vor 11 Jahren, am 26. April 2007 ging unsere Webseite „Patient informiert sich“ online. Genau an diesem Tag, saß ich in einem Reisebus auf dem Weg in die berufspolitische Welt der niedergelassenen Kassenärzte. Heute vor 11 Jahren begann für mich eine Reise, die ich heute beenden werde.

Mit dem Bus fuhr eine Gruppe Hausärzte nach Nürnberg in die Meistersingerhalle. Überall um mich herum klagten Ärzte und Ärztinnen über ihre Situation. Sie schimpften und fluchten über ein Gesundheitssystem, in dem sie sich als Gefangene sahen. Sie hatten Angst um ihre Zukunft, denn die Entscheider hatten sie an der Kehle gepackt und drückten ihnen die Luft ab. Die Honorare waren schlecht und was ich in diesem Bus hörte, machte mir Sorgen: viele Existenzen und Praxen stehen vor dem Ende, so hieß es.

Heute im Jahr 2018 – also 11 Jahre später – höre und lese ich vonseiten der Ärzteschaft genau dasselbe wie 2007. Jedoch haben viele, die damals groß tönten, die Lager gewechselt. Sitzen inzwischen als gut dotierte Funktionäre in den Gremien und festigen die Systemfehler für die eigene Besitzstandwahrung.

Ärzte sind es, die Kollegen und Kolleginnen in die Gremien der KV en und deren Vorstände wählen. Die KVen wiederum verhandeln mit den Krankenkassen die Honorarhöhe. Sie arbeiten mit Zuckerbrot und Peitsche. Mahnen ab, entscheiden über Regresse und Kassenzulassungen. Überweisen die sicheren monatlichen Abschlagzahlungen für die Behandlung von Kassenpatienten. Also es liegt nicht am Patienten, wie viel für seine Behandlung bezahlt wird, sondern an der Verhandlungsführung der Ärztevertreter!

Die Auseinandersetzung mit den Kernfragen des Systems fand nie statt. 2008 und 2009 gab es einen Versuch, mehr nicht! Danach gab es nur ein Zurückrudern. Alle Jahre wieder kooperieren die Delegierten der Ärzteschaft bis zur Harmlosigkeit mit ihren Funktionären. Die Masse der Ärzte/innen bleibt Zuhause und formuliert den Frust in sozialen Netzwerken. Am Rande wird – ebenso wie jedes Jahr – der Finanzier des Systems, der Kassenbeitragszahler als Produkt und als Objekt wahrgenommen! Kein einziger Kassenpatient, ob männlich oder weiblich, hatte jemals Einfluss auf die Bezahlung ärztlicher Leistung von Kassenpatienten.

Für mich steht einmal mehr fest: Die Situation der Ärzte, die sie seit zig Jahren  berechtigt bemängeln, haben sie selbst verschuldet! Und zwar als inhomogene Zunft der Inkompetenz in Sachen Solidarität, aufgrund von Feigheit und einer, für mich nicht nachvollziehbaren Portion Opportunismus. Die ärztliche Selbstverwaltung KV ist ein Millionen teures System mit völlig überbezahlten Vorständen. KV en gibt es nur bei uns, sonst nirgends auf der ganzen Welt! Sie sind für mich so überflüssig wie ein Blinddarm. Solange sich die Ärzteschaft diesen aufgezwungenen Verwaltungsmoloch ohne massive Gegenwehr leistet, ist für mich jede weitere Honorardiskussion völlig absurd!

Diese vergangenen 11 Jahre meines Lebens habe ich nachweislich immer und immer wieder versucht, den Schulterschluss zwischen Ärzten und Patienten zu organisieren. Für mich die einzige Möglichkeit dem Wahnsinn dieses Gesundheitssystems die Stirn bieten zu können.

Doch längst hat sich der überwiegende Teil der niedergelassenen Kassenärzte  diesem vorgegebenen perfiden, verlogenen Spiel um Macht und Geld angepasst und untergeordnet. Die Minderheit in der Ärzteschaft kämpft auf verlorenem Posten und zwar durch mangelnde Solidarität untereinander.

Darum sind diese Jahre auch meine Geschichte mit dem System und dem Versuch, es zu thematisieren und zu ändern. Der Schulterschluss ist aufgrund der Instrumentalisierung von uns Patienten gescheitert. Die Medikamente, die diesem Gesundheitswesen als politische Reformen gespritzt werden, bringen Kassenpatienten, die krank, alt, oder behindert sind, rein gar nichts! Sie nutzen nur denjenigen, die das Gesundheitswesen schamlos benutzen, um Reibach zu machen.

In diesen Jahren bin ich viele Risiken eingegangen, um dem Wahnsinn im System, den wir als Patienten ausbaden, die Stirn zu bieten. Das alles wäre eigentlich Aufgabe der Ärzte gewesen. Hunderte von Ausreden kenne ich, weshalb Ärzte die immer hässlichere, berufspolitische Welt akzeptieren. Wenn es darauf ankommt, wird umgeschwenkt in das Drei Affen Syndrom – anstatt mutig die Augen zu öffnen. Durch dieses durchgängige Angepasst sein, die mangelnde Positionierung, und verloren gegangene Streitkultur in der Sache, haben sich zu viele Ärzte längst zu Handlangern in der Schmierenkomödie gemacht, die sich „Gesundheitssystem“ nennt! Keine Frage, ich kenne das miese Programm. Weiß sehr genau was Budetieren, Regress und Abrechnungsziffern bedeuten. In meinen Büchern zum Thema habe ich immer und immer wieder davor gewarnt wohin die Reise geht, wenn wir diese Entwicklungen einfach so stehen lassen und uns nicht offen einmischen! Mit jedem Tag der vergeht, werden diese Warnungen immer schneller Realität!

Ich will nicht mehr warten, bis endlich jemand die Notbremse zieht gegenüber Ärztefunktionären, die an allen Entscheidungstischen sitzen und mitbestimmen. Ich werde meine Energie nicht mehr einsetzen, um über Stolpersteine der ärztlichen Berufspolitik zu publizieren. Auch nicht um Ärzte zu entschuldigen, oder um Verständnis für ihre Situation zu werben. Die Ärzte befolgen wie Lemminge, die Vorgaben zum Schaden von uns allen. Wehren sich nicht und werden immer mehr zu zahnlosen angepassten Tigern im Gesundheitssystem.

Hiermit verabschiede ich mich heute aus diesem Hamsterrad der ärztlichen Berufspolitik und wünsche jedem einzelnen Kassenarzt Mut, der Realität ins Auge zu sehen.

Renate Hartwig

 
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Der verkaufte und betrogene Kassenpatient!

Aufgrund einer Recherche zum Thema Dreifach und Vierfachimpfung und die Folgen, habe ich eine Frage:
Wer wurde als Kassenpatient auf welchen Rat auch immer, im Herbst 2017 gegen Grippe geimpft und wurde trotzdem von Influenza massiv umgehauen? Wer liegt im Moment trotz Impfung Grippe krank im Bett?
Hintergrund: GBA sind drei Buchstaben die es in sich haben – Gemeinsamer Bundesausschuss von Ă„rzten, Kassen und Krankenhäusern. Nein, ich möchte hier keine Diskussion ĂĽber das Pro und Contra Impfungen. Sondern den Blick auf Fakten lenken, die von den ca. 70 Millionen betroffenen Kassenpatienten, wieder einmal hingenommen werden! Von der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses GBA ist abhängig, welche Impfungen Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen sind und somit von den Kassen bezahlt werden. Bundesweit wurde auch 2017 die Grippe -Impfung massiv beworben. Ă„rzte haben fĂĽr das Impfen eine eigene Abrechnungsziffer. FĂĽr Kassenpatienten entschied sich der GBA fĂĽr einen Dreifachimpfstoff. Privatpatienten wurden mit dem Vierfachimpfstoff geimpft! Als ĂĽber das Robert.Koch -Institut durchsickerte, der aktuelle Dreifachimpfstoff schĂĽtzt nicht gegen alle Grippe-Virusvarianten, waren die Massen bereits geimpft. Reihenweise grassierte Influenza und legte zig Tausende – oft ĂĽber Wochen – flach! Unternehmen hatten wegen Krankmeldungen enorme Ausfälle. In Krankenhäusern mussten teilweise Stationen geschlossen, Operationen verschoben werden, wegen Grippeerkrankungen des Personals. Nachdem sich nun die Grippewelle gelegt hat, kommt man beim GBA auf den Trichter und gestattet groĂźzĂĽgig auch fĂĽr das Kassenvolk die Vierfachimpfung. Ergo mĂĽssen im Vorfeld in diesem Entscheidungsgremium GBA die Virenstämme bekannt gewesen sein. Weshalb sollten sonst Privatpatienten den Vierfachimpfstoff erhalten?! Klar könnten wir jetzt das Thema Zwei Klassenmedizin angehen, nur ich finde viel sinnvoller, wenn diejenigen, die als Kassenpatient geimpft und  danach von der Grippe niedergestreckt wurden sich wehren und ihre Stimme erheben. Betroffene sich zusammenschlieĂźen und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen. Wir sollten auch laut die fehlenden Fragen stellen. Welches Geschäftsmodell liegt dieser Entscheidung des GBA zugrunde? Wurden alte, von der Pharmaindustrie clever zuviel verkaufte Impfstoffe (Vogelgrippe, Schweinegrippe) erst einmal im Impfstoff fĂĽr Kassenpatienten abgebaut? Weshalb wird bei Privatpatienten von Anfang an der Vierfachimpfstoff eingesetzt? FĂĽr mich ist es Betrug und ich wĂĽnsche mir vonseiten der Betrogenen mehr Zivilcourage! Wer nicht auf Klärung pocht, sich nicht einmischt und wehrt, braucht sich nicht wundern, wenn er als Kassenpatient immer mehr verkauft und betrogen wird. RH

 
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Dokument maĂźloser AnsprĂĽche und derben Verhaltens deutscher Abgeordneter im Ausland.

Als Annette Widmann-Mauz bei der jetzigen Kabinettsbildung 2018 noch als Gesundheitsministerin gehandelt wurde, erinnerte ich mich an Abgeordnete des Gesundheitsausschusses und deren Reise 2008 in die USA. DarĂĽber gab es im Spiegel einen Artikel mit der Ăśberschrift „Neger gesucht.“ Ich fand ihn in meinem Archiv, denn  bei der Reise dabei war auch Widmann-Mauz. Damals bereits auffällig durch dĂĽmmliche Arroganz im Gesundheitsasschuss. Sicher eine Steilvorlage fĂĽr ihre jetzige Tätigkeit. Denn seit März 2018 ist sie von Merkel zur Beauftragten der Bundesregierung fĂĽr Migration, FlĂĽchtlinge und Integration im Kanzleramt abgestellt. Auch deshalb ist nicht nur die Ăśberschrift des Artikels „Neger gesucht“ scurill. Er kommt durch die Aussage „”Wir brauchen einen Neger, der den Rollstuhl schiebt” des Abgeordneten KrĂĽger zustande, da Widmann Mauz trotz gebrochenem FuĂź mit auf diese „Informationsreise“ ging. Leider kein schlechter Treppenwitz wenn man den Artikel liest, sondern die Bestätigung von Dummheit und Arroganz einiger unserer Volksvertreter/Innen, sowie deren Haltung und dem Umgang mit unseren Steuergeldern, die sie als Selbstbedienungsladen betrachten!! RH

18.8.2008 Spiegel  Nummer 34

ABGEORDNETE

Neger gesucht

Von Petra Bornhöft

Ein Grüppchen Parlamentarier fühlte sich nicht genug hofiert auf der Dienstreise nach Amerika. Ihre Beschwerden sind ein Dokument der Peinlichkeit. Annette Widmann-Mauz, 42, ist in ihrem Leben nicht übermäßig herumgekommen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete wurde in Tübingen geboren, ging im nahen Balingen zur Schule, studierte und jobbte in Tübingen, bis sie 1998 in den Bundestag einzog. Sie ist viel unterwegs im Wahlkreis zwischen Rangendingen, Kirchentellinsfurt und Starzach. Da ist es verständlich, dass selbst ein gebrochener Fuß die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion in den Pfingstferien nicht hinderte, an einer elftägigen Dienstreise nach Kanada und in die USA teilzunehmen.

Mit Widmann-Mauz brachen sechs weitere Mitglieder des Gesundheitsausschusses nach Amerika auf. Die Tour scheint ein “Besuch der besonderen Art” gewesen zu sein, wie Rolf SchĂĽtte, der Generalkonsul in San Francisco, gleich nach Abreise der Gäste in einem vertraulichen Brandbrief ans Auswärtige Amt schrieb. Die Depesche wurde jetzt dem SPIEGEL bekannt; sie ist ein seltenes Dokument maĂźloser AnsprĂĽche und derben Verhaltens deutscher Abgeordneter im Ausland.

Die Diplomaten im sonnigen Kalifornien werden oft heimgesucht von Parlamentariern. Die Beamten sind einiges gewohnt. Normalerweise schweigen sie. Aber dieses Mal haben sich die Volksvertreter offenbar so “unangemessen bis schikanös” verhalten, dass der Generalkonsul seinem Ă„rger Luft machen musste.

Auch die Reisenden glĂĽhen noch Monate später vor Zorn, fast alle fĂĽhlen sich schlecht behandelt: “Es war nicht der Standard, den wir gewohnt sind”, sagt Widmann-Mauz. Deutlicher wird Randolph KrĂĽger, Sekretär des Ausschusses: “Die Leute vom Konsulat sind wohl gewohnt, betrunkene Touristen aus einer Gefängniszelle zu holen, wissen aber nicht, welchen Service sie fĂĽr Bundestagsabgeordnete zu leisten haben.”

Dieser Service sollte wohl vor allem der Freizeitgestaltung dienen. Vor Reiseantritt habe KrĂĽger “wiederholt” darauf hingewiesen, “dass das Programm bitte nicht mit inhaltlichen Terminen zu ĂĽberfrachten sei und genug Zeit zur freien VerfĂĽgung bleiben möge”, notierte Generalkonsul SchĂĽtte.

Auch habe KrĂĽger “um eine Zusammenstellung von Theater- und Konzertveranstaltungen und von Einkaufsmöglichkeiten, insbesondere der Schuhgeschäfte” gebeten. Staatsdiener KrĂĽger, der die Gruppe begleitete, verteidigt seine Planung: “Die Leute wollen sich doch vor Ort was ansehen.” FĂĽr die Golden Gate Bridge, Fisherman’s Wharf oder eine Tour mit der Cable Car braucht man eben Zeit.

Aber die Abgeordneten mussten sich auch mit vielen Ă„rgernissen herumschlagen. Richtig ĂĽbel war die Sache mit dem Rollstuhl. Sekretär KrĂĽger schwört, er habe sechs Tage vor der Ankunft per E-Mail einen Rollstuhl fĂĽr Widmann-Mauz angefordert, wegen des gebrochenen FuĂźes. Vielleicht ist die Nachricht ja verschĂĽttgegangen, jedenfalls schrieb der Generalkonsul, man sei erst nach Ankunft der Gruppe informiert worden und habe binnen weniger Stunden das Gefährt besorgt. Das Vehikel empörte die Abgeordneten nachhaltig: “Es war ein Krankenstuhl mit kleinen Rädern, wie aus alten US-Filmen”, sagt Widmann-Mauz. Allein konnte sie ihn nicht bewegen.

Sozialdemokrat KrĂĽger, Potsdam-West ist sein Ortsverein, sann auf Abhilfe. Vor der StadtfĂĽhrung fuhr er den Generalkonsul nach dessen Erinnerung an: “Wir brauchen einen Neger, der den Rollstuhl schiebt.” Heute, so KrĂĽger zum SPIEGEL, mag er “nicht ausschlieĂźen, dass ich das gesagt habe. Wenn die so ein famoses Gerät angeschleppt hatten, dann sollten sie wenigstens mit anfassen”.

Beim nächsten Ausflug, rund um die Bucht von San Francisco, stand ein Bus bereit. Mit dem sollte die Gruppe eigentlich nach Sacramento fahren, zum kalifornischen Parlament. Dort hatten die Berliner Hinterbänkler sich mit Nancy Pelosi treffen wollen. Leider hatte die Sprecherin des Washingtoner Repräsentantenhauses und derzeit ranghöchste US-Politikerin keine Zeit. Doch es gelang in letzter Minute, trotz der Haushaltsberatungen, Gespräche mit den Vorsitzenden der Ausschüsse für Gesundheit und Transport zu vereinbaren.

Doch morgens in der Hotellobby, heiĂźt es in SchĂĽttes Bericht, habe KrĂĽger “fĂĽr die bereits in Freizeitkleidung erschienene Delegation” erklärt, die Gruppe “wĂĽrde lediglich am Vormittag die Sightseeing-Tour machen und am Nachmittag dann Zeit zur freien VerfĂĽgung haben” wollen.

Jene “souveräne Entscheidung” beim FrĂĽhstĂĽck, die Termine in Sacramento platzen zu lassen, begrĂĽndet Widmann-Mauz damit, dass ihnen dort ohnehin nur Gespräche mit Mitarbeitern von Abgeordneten sicher gewesen seien. “Wir legen schon Wert auf Augenhöhe”, sagt die CDU-Frau.

FĂĽr die Absage musste der Generalkonsul eine “NotlĂĽge” – Erkrankung der Delegationsleiterin Widmann-Mauz – erfinden.

Am Ende der Reise verlangte der CDU-Abgeordnete Hubert HĂĽppe, 51, ein Stadtoberinspektor aus dem westfälischen Werne, der seit 17 Jahren im Bundestag sitzt, zum Flughafen begleitet zu werden. “Ich kann kaum Englisch”, sagt er. Deshalb habe er sich “hilflos gefĂĽhlt. Beim Einchecken kann immer was passieren, und dann steh’ ich da”.

Ein Fahrer des Konsulats brachte den CDU-Politiker zum Airport. Der Mann war laut Generalkonsul SchĂĽtte “ĂĽberrascht, als der Abgeordnete HĂĽppe dann nicht nur auf Englisch einchecken konnte, sondern auch seinen Wunsch nach einem Upgrade in die First Class auszudrĂĽcken vermochte”.

HĂĽppe bestreitet das. Er sei nur Business geflogen. Den Beleg dafĂĽr sucht er noch.


 
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Info an alle Kasssenpatienten

Aufgrund einer guten Arbeitslage und dem Fleiß der arbeitenden Bevölkerung fließen Millionen in die gesetzlichen Krankenkassen. Von deren Seite wird der Verwaltungswasserkopf immer mehr aufgeblasen. Im Gegenzug wird an den Leistungen gespart wo immer es geht. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von 3,1 Milliarden Euro erzielt. Damit steigen die Rücklagen und Reserven der noch 110 Kassen auf 19 Milliarden Euro. Und wie in den Aktien-Konzernen werden die Vorstandschefs belohnt!!

Im unten stehenden Link ein Blick auf die Einkommensverhältnisse unserer Kassen-Chefs. Wie in dem Vergleich der Einkommen zu sehen ist, haben die meisten Kassenvorstände 2017 eine satte Gehaltserhöhung erhalten. Demgegenüber stehen exemplarisch Millionen Patienten, die diese Milliardenbeträge durch ihre Zwangsmitgliedschaft zwar einzahlen, doch als Patient/Patientin von den Kassen als Bittsteller behandelt werden. Jeder Erkrankte, insbesondere der chronisch Kranke erlebt wie Kassen Leistungen minimieren, Zuzahlungen steigen, Anträge abgelehnt werden.

Und ich bleibe dabei: Das geht nur, weil Kassenpatienten sich ihrer eigenen Macht nicht bewusst sind und sich nicht zusammenschließen um gemeinsam aufzustehen! Dieser Vorwurf gilt auch für die Ärzteschaft, die sich weder mit ihrer eigenen Zunft solidarisiert, geschweige denn meinem Aufruf zu einem Schulterschluss Arzt und Patient gefolgt ist. Mein Dank an dieser Stelle der Minderheit von Ärzten, die bis heute unserem Bürgerschulterschluss angehören.

Hier zur Information der Verdienst der Kassenvorstände…..wer denkt unter dem neuen Gesundheitsminister Spahn würde sich etwas ändern, dem sage ich ja das stimmt: Die Geldmaschine Kassenpatient wird in rasantem Umfang in Gang gesetzt werden, um die sprudelnde Pipeline für Kassenbosse, generell für die Gesundheitsindustrie zu erhalten!  Lesen Sie mehr zu den Zahlen unter:

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/?sid=958465

Renate Hartwig

 
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Spahn wird zum Paradebeispiel fĂĽr Politikerverdrossenheit

Ein Montag im März, der uns zeigt was uns in der neuen Regierung erwartet. Realitätsferne, Ignoranz, Arroganz gepaart mit Machtgeilheit. Auftakt macht unser neuer Gesundheitsminister Spahn! In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er in einem Interview am Samstag. “Niemand mĂĽsste in Deutschland hungern, wenn es die Tafeln nicht gäbe“ mit Hartz IV habe “jeder das, was er zum Leben braucht”. Das sagt gerade einer, der in seinem bisherigen Leben ausschlieĂźlich auf Kosten von uns Steuerzahlern verdammt gut lebt!! Keinen Cent fĂĽr seine Altersversorgung benötigt, heute mit 39 schon abgesichert ist im Alter. Und zwar soviel, wie jeder normale Verdiener ca. 120 Jahre arbeiten und einzahlen mĂĽsste!! Spahn muss gar nichts einzahlen, denn seine Altersversorgung zahlen wir Steuerzahler durch unseren FleiĂź und unsere Arbeitskraft! Spielt der kleine Jens nun weiter sein Spiel, ich will Kanzler werden, ĂĽberheblich und mit markigen SprĂĽchen? Ab heute auf dem Ticket Gesundheitsminister? Wie ich seit langem warne, vor Jahren bereits publizierte, mit Leuten wie Spahn wird nichts besser…..im Gegenteil! Wer solche Aussagen wie Spahn macht, ist Realitätsfern. Und eine Gefahr auf jeder Position, in der er politisch entscheiden kann. Erst recht auf jedem Ministersessel! Sonst wĂĽsste er, dass die Inflationsrate in Deutschland bereits in diesem Jahr auf den höchsten Stand seit fĂĽnf Jahren gestiegen ist. Das ergab eine erste Schätzung des Statistischen Bundesamts. Waren und Dienstleistungen kosten demnach im Schnitt 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 2016 betrug die Inflationsrate noch 0,5, im Jahr zuvor sogar nur 0,3 Prozent. Milchprodukte und Eier kosten fast zehn Prozent mehr als noch 2016.Klar Spahn könnte mit seinem gesicherten Einkommen aus Steuermitteln locker seinen Partner ernähren, er mĂĽsste nicht wie auch viele NORMALVERDIENER zum Schnäppchenjäger werden und jeden Cent dreimal umdrehen. Er mĂĽsste erst recht nicht ĂĽberlegen, wie man als Hartz IV Empfänger sein Kind mit 2,70 am Tag ernährt. Und noch was Spahn ist voll auf dem Trip Gewinnmaximierung, ein Traum von Gesundheitsminister fĂĽr Lobbyisten. Achtung: Spahn hat nichts anderes als seine politische Karriere im Sinn. FĂĽr mich ist er das Paradebeispiel um Politik und Politikerverdrossenheit zu erhöhen. RH

 
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Die DrehtĂĽre in Richtung Macht fĂĽr die Pharmalobby

Heute am 25.2,2018 ist der Sonntag an dem Kanzlerin Merkel ihre neue Mannschaft zu ihrem Machterhalt preisgibt:
Demnach können wir uns in der Gesundheitspolitik noch mehr auf Zeiten gefasst machen, in dem der verkaufte Patienten noch mehr als Produkt gehandelt wird, der Pflegeberuf hoch offiziell in die Ebene Sklave für Gewinnmaximierung rutscht, und die Ärzteschaft sich noch mehr der gesetzlichen Krankenkassenmacht unterordnet! Dafür spricht der Name Spahn: Er gehört in die Kategorie: Drehtüre – wo Politiker und Lobbyisten sich die Klinke in die Hand drücken!
Spahn, Jens (CDU) ist Shootingstar der deutschen Gesundheitspolitik. Drehte bereits Ehrenrunden in der Drehtür, während er schon im Bundestag saß. Gründete zusammen mit seinen Freunden Markus Jasper und dem Lobbyisten Max Müller eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, der die Unternehmensberatung Politas gehörte, die laut dem Magazin FOCUS auch Klienten aus dem Medizin und Pharmasektor beriet. War nach Medienberichten von 2006 bis 2010 stiller Teilhaber. Kam 2002 mit 22 Jahren in den Bundestag. Seit 2013 gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Wechselte als Staatssekretär ins Finanzministerium und nun soll er Gesundheitsminister werden!!! Seine Affinität zur Pharmaindustrie zeigte er bereits in seinen Aussagen 2010. Anstatt sich zu überlegen, was zu ändern sei, sagte er: Die Pharmaunternehmen könnten ihre Produkte im Ausland nur deshalb so billig verkaufen, weil in Deutschland so hohe Preise zu erzielen seien. Na denn, warten wir ab ob Spahn heute den Ritterschlag zum Merkelinischen Machterhalt bekommt!? Dadurch hätte dann die Lobby der Pharmaindustrie gute Arbeit geleistet, denn gesetzt war letzte Woche noch Widmann-Mauz! Wenn nun Spahn kommt gibt es einmal mehr im Gesundheitsministerium einen sicheren Platz Gesprächsplatz für die Pharmaindustrie! RH

 
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2018 wird spannend

Zum Ende des Jahres können wir uns alle auf ein spannendes neues Jahr gefasst machen. Unser Gesundheitssystem spielt bei den Sondierungsgesprächen eine Rolle, bei denen es um eine neue Regierung geht. Na ja, den Luftblasen und dicken Backen der Politiker trau ich jetzt mal nicht zu, dass sie den berĂĽhmten Hintern in der Hose haben, endlich das Thema in der SACHE anzugehen! Da ein wenig schrauben und dort ein Pflästerchen…..natĂĽrlich werden sicher auch jede Menge Beruhigungspillchen verteilt. Aber die gesellschaftlich wichtige Frage, wohin geht die Reise, wo bleibt der Mensch in dem System..wie lösen wir die anstehenden Probleme – und da möchte ich mich ganz klar positionieren, die Probleme sind nicht lösbar ohne das alles auf den Tisch kommt, was bereits in den Rahmenbedingungen völlig schief eingetĂĽtet ist!!!! Warten wir es ab, hören wir genau hin, wer war sagt. Und mischen wir uns frĂĽhzeitig ein, bevor der Karren noch mehr im Morast der Gewinnmaximierung absauft!!!

 
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Von wegen pauschale Ă„rzte Beschimpfungen

Immer wieder gibt es solche Sendungen, immer wieder verpuffen sie ohne das sich etwas ändert. Die Frage steht im Raum: Was sollte sich ändern?

Ganz einfach, nachdem ich inzwischen einige Personen persönlich kennen lernte, die z.B. bei diesem Augenarzt waren, stelle ich fest: Es ändert sich einfach nichts, gar nichts und zwar weil weder die breite Ă„rzteschaft, noch deren Vertretungen und schon gar nicht die Politik, auch nur einmal versucht haben die Ursachen zu diesen Vorgängen zu thematisieren. An alle Ă„rzte, die nun wieder mit der Aussage kommen, solche Sendungen seien kontraproduktiv….hier meine Antwort: Sind sie nur, da aus völlig falsch verstandenen Vorsichtsmassnahmen, die Namen der Ă„rzte nicht genannt werden. Jeder Kassenarzt hat auf seine Namen eine Kassenzulassung bekommen. Jeder Arzt sieht sich als Unternehmen, jeder Unternehmer ist verantwortlich fĂĽr seine Firma. Also, wenn ein Arzt so handelt wie in dem Beitrag gezeigt, dann ist er verantwortlich und kann dann auch namentlich genannt werden. Nur so kann es dann nicht pauschalisiert werden unter dem Begriff DIE Ă„rzte, sondern es bezieht sich auf DEN einen so handelnden Arzt. Nach nunmehr 11 Jahren, in denen ich mich publizistisch mit diesem Gesundheitssystem auseinandersetze, habe ich keine Geduld mehr mir weiterhin die gebetsmĂĽhlenartigen Aussagen anzuhören, jegliche Kritik an solchen Vorgängen wären pauschale Ă„rzte – Beschimpfungen.

Dieses verschachtelte, teilweise undurchsichtige und in vielen Fällen menschenverachtende Gesundheitssystem kann und muss man kritisieren. Nur wer als Arzt seinen Frust darüber an Patienten auslässt, seine Arbeit als zu wenig honoriert betrachtet und eigene Geschäftsmodelle entwickelt, die Patienten schädigt, vor dem muss meiner Ansicht nach offen gewarnt werden!  RH

https://www.swr.de/betrifft/betrifft-arzt-vertrauen/-/id=98466/did=18337162/nid=98466/1dck683/index.html

 
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