Aufruf den Blick auf die Zusatzbeiträge der Kassen zu richten!

Nach dem Motto ” Jeden Tag steht ein Dummer auf” du musst ihn nur finden, agieren die gesetzlichen Krankenkassen. Seit Jahren publiziere ich dazu Fakten, wie politische Rahmenbedingungen Systemfehler in unserem Gesundheitswesen manifestieren und die Macht der Kassen erhöhen! Aus gegebenen Anlass, ein Aufruf zum Beginn des Monats August, verbunden mit der Bitte diese Info weiter zu geben: Als gesetzlich Krankenversicherte zahlen wir immer mehr Abgaben, haben aber als Zwangsmitglieder öffentlich-rechtlich organisierter Krankenkassen nichts zu sagen. Bekommen keinen tatsächlichen Einblick weshalb die jährlichen Einnahmen von ca. 220 Milliarden fĂĽr eine Patientenversorgung nicht langen? Als Beweis der jährlich steigenden Einnahmen: 2009 waren es ca. 170 Milliarden 2014 ca. 200 Milliarden und 2016 wird bereits mit 220 Milliarden gerechnet! Zeitgleich werden laufend Zusatzbeiträge erhoben. Hier mein Tipp an ALLE gesetzlich Versicherten. Dringend auf die monatliche Abrechnung schauen. Diese mit den letzten 12 Monaten vergleichen, was die Zusatzbeiträge der Kassen betrifft! Ganz heimlich still und leise erhöhen gesetzliche Krankenkassen (GKV) ihre Zusatzbeiträge, andererseits ändern sie ebenso leise doch rasant bei den Ă„rzten deren Fallwerte und erhöhen dadurch die Selbstzahlung. Streichen Leistungen und geben zeitgleich zig Millionen an Werbung, Sponsoring und sinnlosen Bonuszahlungen aus. Es geht nicht nur den arbeitenden Pflichtversicherten und freiwillig Versicherten so, die Kassen bedienen sich mit ihren Zusatzbeiträgen auch ganz massiv bei den Rentnern. Kaum wurde am 1. Juli die Rente erhöht, waren Kassen -Taschendiebe schon dabei und erhöhten auch den Zusatzbeitrag!
Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen liegt bei 14,6 Prozent. Dazu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung von 2,35% Der Arbeitgeberanteil wurde fĂĽr die Krankenversicherung von der Politik auf 7,3 % eingefroren. In der Pflegeversicherung ist der Arbeitgeberanteil 1,175%! Dieser Beitragssatz von 14,6%, so die Aussagen der Kassen, reicht nicht aus, um die Kosten zu decken. Nur sie bleiben die Antwort ĂĽber die Entstehung der Kosten schuldig! Die entstehende, ungeklärte FinanzierungslĂĽcke mĂĽssen die Krankenkassen-Mitglieder ausgleichen. Dies geschieht in Form eines Zusatzbeitrages. So hat es die groĂźe Koalition unter dem jetzigen Gesundheitsminister Gröhe entschieden, der diese Entscheidung mit dem Argument notwendiger “Wettbewerb“ begrĂĽndete!
Mit diesem politischen Freifahrtschein fahren die Kassen mit uns Kassenversicherten Schlitten! Niemand fragt mehr, wo sind die ĂĽber 23 Milliarden an ĂśberschĂĽssen geblieben? Wo bitte bleiben die nachweisbaren Beweise ĂĽber die FinanzierungslĂĽcken? In den Abrechnungen steht lediglich: „Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung“! Warum, wieso, weshalb, wird weder erklärt, schon gar nicht die sogenannten “LĂĽcken” mit Fakten begrĂĽndet ?!
Deshalb nehme ich mein Recht wahr und schreibe bei jeder Erhöhung, dieses Jahr bereits mehrfach, an meine Kasse und verlange eine Begründung für die Abbuchung der Zusatzbeiträge. Wenn wir alle mehr auf unsere Rechte pochen würden, jeder an seine Kasse schreiben und die ihm zustehende Antwort zu dem Zusatzbeitrag einfordern würde, dann hätten wir längst den Spieß umgedreht. Denn mit einer kontinuierlichen Flut an Anfragen bekämen die Kassen endlich ein Gefühl dafür, es mit uns Zwangsversicherten nicht mit einer willenlosen Herde von Lemmingen zu tun zu haben! Übrigens falls ich auf die neue Erhöhung keine Antwort bekomme, werde ich eine Auskunftsklage gegen meine Kasse anstreben! Renate Hartwig

 
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BĂĽrgerbeteilgung ernst genommen?

Unser BĂĽrgerschulterschluss in Freudenstadt beschäftigt sich intensiv mit den Systemfehlern in unserem Gesundheitssystem. Seit Jahren gibt es, wie in vielen Regionen unseres Landes, auch in FDS die Diskussion um die Zukunft des dortigen Krankenhauses. Der Landrat in FDS, der auch Vorsitzender des zuständigen Krankenhaus – Aufsichtsrates ist, versprach zu Beginn der Diskussion Transparenz und BĂĽrgerbeteiligung.
Unter dem Motto “BĂĽrgerbeteiligung ernst genommen” wurde von Bernhard Marquardt, aktives Mitglied im BĂĽrgerschulterschluss in Freudenstadt, eine ausfĂĽhrliche Stellungnahme am Beispiel Krankenhaus – Landkreis Freudenstadt (KLF) erstellt, die er uns hier als Information in Kurzform zur VerfĂĽgung stellte: BĂĽrgerbeteiligung – kurz

Renate Hartwig

 
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Der Juli und die Erhöhungen!

Hallo Juli, sei gegrüßt! Du bringst ja einige Neuigkeiten mit. Zum Beispiel steigen ab heute die Renten in den alten Bundesländern um 4,25% und in den neuen Bundesländern um 5,95%. Na bitte. Opa Müller, der 45 Jahre gearbeitet hat und nun 1200€ Rente bekommt, kann sich davon einmal im Monat einen schönen Tag leisten! Er muss aber erst darauf achten, wieviel seine Krankenkasse ihm ab Juli schon wieder den Zusatzbeitrag erhöht. Vielleicht lässt er das mit dem schönen Tag und zahlt dafür die Mehrkosten in der Apotheke für seine Medikamente!
Auch fĂĽr unsere 630 Bundestagsabgeordneten ändert sich was: Die erhalten ab Juli 245 Euro monatlich mehr als bisher. Ăśbrigens alle, egal wie lange sie im Bundestag sitzen. Deren Diäten (ich weiĂź immer noch nicht weshalb das als Diät bezeichnet wird!) steigen ab heute auf monatlich 9327 Euro! Die zusätzliche STEUERFREIE Aufwandspauschale beträgt derzeit 4305,46 Euro monatlich. Damit sollen die Abgeordneten ihre durch die AusĂĽbung des Mandats entstehenden Aufwendungen abdecken. Also bitte meine Damen und Herren Politiker, ich will keine Lobeshymnen auf die jetzige Rentenerhöhung hören!! Es sei denn, Sie verzichten auf die 245 € Erhöhung, die Sie sich selbst aus dem von uns allen gefĂĽllten Steuertopf genehmigten. Und falls Sie einem der vielen “Opa MĂĽllers” in Ihrem Wahlkreis begegnen sollten, erklären Sie ihm bitte nicht, weshalb diese Erhöhung fĂĽr Sie, als seine Vertretung in Berlin, notwendig war, vor allem weshalb Sie nicht massiv an die Systemfehler in unseren Steuer- und Sozialgesetzen zu gehen ?! Denn es hinterlässt den Eindruck, es ginge Ihnen vor allem um die Absicherung Ihrer PfrĂĽnde! RH

 
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Ein klarer Blick hilft das Monster zu durchschauen!

Ist das nicht witzig? Ich kenne dieses Gesundheitssystem in und auswendig und erlebe es in der Praxis immer wieder als Monstrum, dem wir ausgeliefert sind. Am 16. Juni hatte ich eine Augen OP! Noch konnte ich mir den Arzt meines Vertrauens aussuchen, die Betonung liegt auf NOCH! Und ich wette, 90 % von uns Kassenpatienten wissen nicht, was die Kassen mit den Ärztefunktionären der Kassenärztlichen Vereinigungen anstreben. Einen noch mehr entmündigten Kassenpatienten! Einen, der im völligen Besitz der Kassen, an der Leine einer WANZ Medizin (WANZ steht für Wirtschaftlich Ausreichend Notwendig Zweckmäßig. So steht es Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen laut § 12 SGB V.) geführt wird!
Auch jetzt haben wieder Schreibtischtäter in den Kassen entschieden, welche medizinische Versorgung fĂĽr mich die Richtige – um es klar auszudrĂĽcken, die KostengĂĽnstigste ist! Da sitzen die super bezahlten Funktionäre zusammen und entscheiden, dass z.B. mein Augenarzt pro Quartal und Patient, ein RLV (Regelleistungsvolumen) von sage und schreibe gerade mal 18,60 € bekommt! Und das nur, wenn im Quartal, in dieser Gemeinschaftspraxis von mehreren Ă„rzten, nicht mehr als 1460 Kassenpatienten behandelt werden. Werden es mehr, kommt ein Abzug auf das RLV!!! Ăśbrigens hier liegt sie, die Ursache der Frage “Kasse oder Privat” bei der Terminanfrage! Nur leider erfahren das die Patienten nicht! Und die Medien hinterfragen die Ursachen, dieser oft gestellten Frage, nicht!
Hiermit möchte ich jetzt einmal eine Lanze fĂĽr die Arbeit der Ă„rzte und deren Personal brechen. Wir hören und lesen viel, immer wenn etwas bei Ă„rzten schief lauft! Wir hängen an Zahlen. Nur bleib ich bei meiner These – Wertschätzung ergibt Wertschöpfung! Es gilt auch fĂĽr Ă„rzte, die z.B.täglich durch Professionalität des AusfĂĽhrens einer OP, inklusive der super Vorbereitung und Nachsorge, fĂĽr Gesundung und massive Erhöhung der Lebensqualität sorgen.
Und wieder erlebte ich, wie wichtig es ist eine informierte Patientin zu sein. Ich weiß was WANZ Medizin bedeutet, kann sie beurteilen und einschätzen wenn es um zusätzliche Möglichkeiten von medizinischen Maßnahmen geht! Und einmal mehr erlebte ich bei der Augen OP, die Wichtigkeit von Vertrauen, in das Können des Arztes. Nur das bedarf Zeit! Die Zeit bekommen wir nicht! Weder der Arzt noch sein Patient! Das liegt an einem der Systemfehler mit Namen Budgetierung!
Mir schwillt der Kamm, wenn ich an die Kassenfunktionäre denke. Die spielen mit unseren Milliarden an Beitragsgeldern Monopoly, setzen sich selbst in die Schlossallee und schieben den Kassenarzt und seine Patienten in die billige Badtraße! Sie sagen einfach, dass was wir für eure Behandlung zahlen langt und nennen es Solidarsystem! Leute ich sag Euch, ohne das wir die Spielregeln für dieses Gesundheitssystem ändern, bleiben wir in dieser Badstrasse hängen.
Jeder hat drei Freunde auf der Welt: Mut Verstand und Weisheit…..aufgrund der um sich greifenden Probleme, plädiere ich heute dafĂĽr, diese Freundschaften mehr zu pflegen. Ich bin ĂĽberzeugt, mit diesen Freunden an der Seite lässt sich einiges bewegen!

Renate Hartwig

 
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Begegnung mit der Realität

Die hier von mir erlebte kleine Geschichte zeigt an nur einer einzigen
Alltagsbegegnung, weshalb ich seit Jahren massiv gegen die immer schneller
zutage tretenden Ungeheuerlichkeiten im Gesundheitswesen vorgehe. Es gibt
immer mehr Betroffene. Immer mehr kriminelle Energie wird vonseiten der
Fürsten in den Glaspalästen der Kassen ausgelebt. Und immer weniger
Versicherte erfahren davon! Durch dieses Erlebnis mit der alten Dame in der
Apotheke, war mir wieder bewusst: Wissen um die HintergrĂĽnde und
Zusammenhänge bedeutet sich wehren zu können und damit ist Wissen auch
Schutz und Kraft! Mein Wunsch und mein Ziel ist es, ĂĽber meine
Bücher,Vorträge und Veröffentlichungen, die Zusammenhänge greifbarer zu
machen. Vor allem die Verbreitung, was in den Hinterzimmern der Macht gegen
uns Beitragszahler beschlossen und dann fälschlicherweise als besondere
Leistung fĂĽr uns hingestellt wird!
Eine Begegnung:Der Aufzug im Ă„rztehaus ist nicht der schnellste. Jeder der
sich mit ihm befördern lässt, war gerade unterwegs zu einem, oder kam von
einem der vielen Ă„rzte im Haus. Ich holte ein Rezept fĂĽr meinen Mann, der mit
einem operierten Knie im Auto auf mich wartete. Die alte Dame neben mir im
Aufzug fragte mich nach der Uhrzeit. Sie musste zum Bus. Unten angekommen
strömten die Liftfahrenden auseinander. Eine Hälfte in Richtung Ausgang, die
anderen zum Eingang Apotheke, der passend neben dem Lift lag. Ich hielt der
alten Dame die TĂĽre auf und lies sie vorgehen, dachte an den Bus, den sie
erreichen wollte. Sie legte das Rezept hin. Der Apotheker nahm das Rezept,
schaute in den PC – drĂĽckte ein paar Tasten und sah die vor ihm stehende
Patientin über den Brillenrand an. Das macht 385, 80 € zahlen sie bar oder mit
Karte? Der Stock der Dame fiel um, ich nehme an stellvertretend fĂĽr sie. Sie hielt
sich an der Theke fest. Ich hob den Stock auf. Stellte mich neben sie, mein Blick
ging nicht ĂĽber den Brillenrand, sondern direkt durch meine Brille in die Iris des
Apothekers! Würden sie das ihrer Kundin mal erklären? Oder soll ich das
machen? Seine Antwort: Das ist nicht mein Job. Ich kann nicht jedem erklären,
was den Kassen im Minutentakt einfällt und ändern! Die Schlange hinter der
alten Dame und mir wurde länger und länger….! Ich sah die Blässe in ihrem
Gesicht und bemerkte das zittern der Hände. Sie nickte nur mit dem Kopf, als
ich sie fragte, ob ich ihr helfen darf?
Hinter mir brummelten die Wartenden. Nichts ahnend, dass sie genau zu dem
Klientel gehören, das längst verraten und verkauft wird! Ich forderte vom
Apotheker das Rezept zurĂĽck und bat um einen Stuhl, auf dem die Dame warten
konnte. Erklärte ihr kurz den Hintergrund, und sprach von dem kriminellen
Monopolyspiel der Krankenkassen. Ich sah, sie konnte kräftemäßig nicht mehr
im Aufzug hoch zum Arzt um das mit dem Rezept zu klären. Deshalb entschied
ich mich, es für sie zu erledigen. Klar hätte der Apotheker auch beim Arzt
anrufen und der hätte ein anderes Medikament aufschreiben können, eines das
nicht auf der Liste der Abzocker steht. Aber…… lassen wir das! Kurz gesagt, ich
“eilte” mit dem langsamen Fahrstuhl hinauf in die Praxis, unterbrach die
medizinische Fachangestellte in ihren Erklärungen, die lauteten, es ginge nicht
anders….und sagte ihr ganz deutlich, dass ich mit ihr weder diskutiere noch ihr
“Rezept ändern geht nicht” akzeptiere. In solchen Situationen erlebe ich, wie gut
es ist, dass mich viele Ă„rzte kennen. Punkt um, ich bekam ein neues Rezept,
sowie die Erklärung vom Arzt, dass “man” in der Praxis gar nicht mehr
nachkommt, die Veränderungen der Kassen aufzuschreiben. Dann war ich
schon wieder auf dem Weg zurĂĽck in die Apotheke. Diesmal bekam die
Patientin ein Medikament mit den 5€ Zuzahlung. Der Bus von ihr war weg. Mein
Mann dachte bereits, die Apotheke sei ĂĽberfallen worden. Er wunderte sich, wie
ich mit der alten Dame am Auto ankam. Ich gab ihm eine kurze Erklärung. Da
der Bus weg war und erst Stunden später einer in die Richtung fährt,
entschieden wir uns zu einem gemeinsamen Kaffee Besuch. Danach fuhren wir
die 85 Jahre alte Dame nach Hause. Durch diese Begegnung wurde ich wieder
einmal mehr bestätigt:
Dieses System ist krank – die es so gestalten sind kriminell und wir, die es
finanzieren und zulassen, sind doof!
Renate Hartwig

 
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Der Griff in die Taschen von Kassenpatienten!

Wer erinnert sich noch an den 9. Mai 2014? Ăśber ein Rundmail und in verschiedenen sozialen Netzwerken hatte ich an diesem Tag folgenden Text verbreitet: Achtung: Nicht jubeln, die heute im Bundestag geplante Finanzreform fĂĽr die gesetzlichen Krankenkassen wird sich als die nächste massive Volksverdummung entpuppen. Union und SPD Volks(ver)treter tönen den Krankenkassenbeitrag zur Zeit 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent zu senken. Also um 0,9 % bei den Arbeitnehmern. Ein Bonbon gefĂĽllt mit Bitterstoff. Denn die Kassen dĂĽrfen kĂĽnftig frisch und frei Zusatzbeiträge bei uns erheben um ihre “Verluste” auszugleichen. Und ich wette, die wird es sehr schnell geben, ein paar WerbemaĂźnahmen mehr, Bandenwerbung in den FuĂźballstadien, Sonderbonus fĂĽr die KassenfĂĽrsten usw..- tatsächlich kontrollieren kann das nicht ein einziger Kassenpatient – wenn er den “notwendig” gewordenen Zusatzbeitrag auf das Auge gedrĂĽckt und bekommt! Schaut mal in den nächsten Tagen in den Nachrichten wie es uns verkauft wird – ich sag doch, es geht nicht um uns als Mensch, auch nicht um unsere Gesundheitsversorgung, nein, es geht um unseren Skalp, hinter dem sie her sind!
9. Mai 2016! Heute haben wir uns als Masse Kassenpatient bereits an die laufenden Zusatzbeiträge der Kassen gewöhnt. Und wer hat uns dieses Kuckucksei gelegt? Gröhe, ein Meister in Sachen Lobbyhändchenhalter, im Hinhalten und Verdrehen. Im Problemen weglächeln und im Fakten verdrängen geht unser derzeitiger Gesundheitsminister in Richtung siegen der Meisterschaft was Volksverdummung betrifft!!
Vergessen, was er aufgrund der berechtigten Kritik dieser MaĂźnahmen gesagt hat: Die Kassen mĂĽssten NATĂśRLICH gegenĂĽber den Beitragszahlern offen legen, weshalb sie Zusatzbeiträge erheben!!! Ha, der Witz des Jahres 2014 wird hiermit besiegelt! Ich kenne keinen einzigen Kassenpatienten, der von seiner Kasse erklärt bekam, weshalb die Zusatzbeiträge steigen……am schnellsten haben es die BĂĽrger und BĂĽrgerinnen mit kleinen Renten gespannt. Als aus dem Haus von Minister Schäuble die Fanfare ertönte um sich fĂĽr ein paar Cent Rentenerhöhung, selbst zu feiern, schwups setzten die Kassen, die von Gröhe erlaubte Selbstbedienung um. Leider haben die meisten Kassenpatienten, deren Beitrag vom Arbeitgeber abgezogen und an die Kassen weiter geleitet wird, dieses schleichende in die Tasche langen, ĂĽbersehen. Genau deshalb funktioniert es und manchmal frage ich mich echt, steht denn auf unserer Stirn tatsächlich doof, dass wir das mit uns machen lassen?
Wer sich selbst, sowie in seinem Umfeld fragt, wer in den letzten zwei Jahren verfolgt hat, wie viel im ZUSĂ„TZLICH ohne jegliche ERKLĂ„RUNG nur deklariert als “Zusatzbeitrag” fĂĽr die Krankenkasse abgezogen wurde, sollte sich nicht ĂĽber die Antworten wundern. Genau weil wir es zulassen, nicht einmal nachfragen, wird dieser Griff in unsere Taschen zur Normalität!
Wenn allein 10 % der gesetzlich Versicherten schriftlich ihre Kasse um die, von Minister Gröhe zugesagten Erklärung ĂĽber die GrĂĽnde der zusätzlichen Beiträge, auffordern wĂĽrden, käme Bewegung in die Sache…….! Und einmal mehr hängt es an dem Wort WENN……schade!

Renate Hartwig

 
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Ins Auge gefallen

Ein Artikel vom 22.4.2016 in der SĂĽdwestpresse Ulm zeigt den roten Faden,der sich durch das ganze widersprĂĽchliche Gesundheitssystem zieht. Einerseits wird uns vorgegaukelt, wir hätten ein Solidarsystem. Andrerseits wurde unser System längst umgedreht in Richtung Gesundheitswirtschaft. In den Krankenkassen wurden wir zu Kunden, aus Krankenkassen wurden Gesundheitskassen. Egal wo wir gehen und stehen, wohin wir sehen ĂĽberall Werbung der Kassen. Und nun haben sich logischerweise auch Ă„rzte angepasst. Nur die dĂĽrfen es nicht. Der momentane Zankapfel in Neu-Ulm ist das Wort AUGE im Fenster einer Augenarztpraxis. Werbung ist Ă„rzten nicht erlaubt. Aha aber den Kassen, gehts noch!!?? Und nun sagt die Praxismanagerin des Ă„rzte – Unternehmens, es sei Kunst! Und genau das stinkt mir mächtig. Weil es schlicht weg feig ist! Denn anstatt sich durchzusetzen und sich zu wehren, ja einfach zuzugeben, es ist Werbung, taucht man ab und bezeichnet es als Kunst! Genau deshalb, weil sich niemand tatsächlich wehrt, auf Klärung pocht, deshalb funktioniert das Spiel Befehl und Gehorsam im ganzen System. Wenn die Kassen als Körperschaft des öffentlichen (Un) Rechts Werbung mit den Beiträgen ihrer Mitglieder betreiben dĂĽrfen, dann dĂĽrfen Ă„rzte das auch. Ja, ja ich weiĂź es ist ja verankert im Standesgesetz….das Ă„rzte nicht werben dĂĽrfen. Also Ihr Doktors, organisiert Euch und lasst Luft in verstaubten Hinterzimmer der Macht, in denen auĂźer dem nicht werben dĂĽrfen noch einige andere StandesdĂĽnkel festgeschrieben sind! Oder steht mit uns Kassenpatienten auf um die millionenschweren Werbeaktionen der Kassen ebenfalls verbieten zu lassen. Alles ginge natĂĽrlich viel leichter, wenn Ă„rzte sich mit ihren Patienten im Schulterschluss zusammen tun wĂĽrden…gemeinsam die Unglaublichkeiten der K-Kartelle, Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen thematisieren und sich diese Machtspiele, inklusive Volksverdummung, nicht mehr gefallen lassen wĂĽrden. http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Blaues-Auge;art4329,3798481

Renate Hartwig

 
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Guten Morgen Frau Fischer!

Die Brandenburger SPD-Abgeordnete Tina Fischer hat auch schon mitbekommen, dass Patientendaten immer präziser digital erfasst werden. Sie lässt die Ă–ffentlichkeit wissen:”Der Anstieg an Gesundheitsdaten weckt auch Begehrlichkeiten und birgt Gefahren fĂĽr die informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen.”Da staunt der Laie, der Fachmann wundert sich nicht mehr. Na sowas, Patientendaten wecken Begehrlichkeiten…..hallo Madam Fischer, Ihre Sorgen sind berechtigt, nur kommen sie reichlich spät! Fragen Sie mal in Ihrer eigenen Zuft nach. Zum Beispiel den Super Mann Lauterbach, oder Lady Schmidt Ulla aus Ihrer Partei….wer die E Card Katastrophe begonnen hat? Wer verteidigt sie? Wer haut dafĂĽr Milliarden von unseren Beitragsgeldern der Softwarelobby in den Rachen? Geld das sicher besser angelegt wäre fĂĽr unsere Gesundheitsversorgung beim Arzt des Vertrauens, in dessen Hände gehören unsere Daten und nur in diese! Wenn Sie beginnen, ernsthaft die Systemfehler anzugehen, fange ich an, Sie als Politikerin ernst zu nehmen.Falls Sie zum Thema Informationen benötigen, melden Sie sich, denn ich habe mehr als Ihnen wahrscheinlich gefällt! RH

 
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AOK als Sponsor – wer trägt die Kosten?

Heute beginnt schon wieder ein neuer Monat. Zuerst einmal GlĂĽckwunsch an die Handballerjungs! Durch ihren Sieg können sich auch die AOK Beitragszahler auf die Schulter klopfen.Immerhin sind sie die Hauptsponsoren der Handball Nationalelf. Nach diesem Erfolg flieĂźen weitere Millionen an AOK- Beiträgen in diese Richtung.Laut Eigenwerbung betreut die AOK fast ein Drittel der Bevölkerung. Betreut? Da ist sie wieder die Redefinition der Begriffe. Die AOK kassiert, wie alle anderen Kassen Beiträge und hat den Auftrag diese zu verwalten. Ich frage mich,ob z.B. eine Oma Krause mit ihrem wundgesessenen Po auf dem kaputten Spezialkissen,um dass sie seit langem fĂĽr ein Neues bettelt, oder ein Herr Ludwig mit seinen durchnässten Einlagen, da ihm die Eingeteilten nicht langen, sowie der behinderte Max, dem die Physiotherapie verweigert wird, bis hin zu Herrn Werner,der sich die Zuzahlung nicht leisten kann und nicht mehr lacht, damit man seine ZahnlĂĽcke nicht sieht, ob die sich tatsächlich betreut vorkommen? Im Jubel des Sieges gehen deren Probleme unter. Verhallen ungehört mit all den anderen, der vielen Beitragszahler, die in den Kassen als Bittsteller aufschlagen. Jedem der jetzt (auch nur gedanklich) an der Tastatur “geht mich nichts an” eingeben will, sag ich – ok – aber nur solange es Sie nicht trifft. Spätestens dann erkennen Sie die Systemfehler und vor allem, dass Sie es sind, die sie letztendlich treffen. RH

 
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Die “kranken” Kassen und das Beitragsgeld!

In Polen hat gestern (15.1.2015) die Handball Europameisterschaft begonnen. Heute (Sa 16.1.2016) findet das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien statt! Ein großer Tag für alle die monatlich ihren Beitrag bei der AOK abdrücken. Denn die AOK ist seit 2014 bis 2017 Hauptsponsor des DHB (Deutscher Handballbund)!! Das heißt in Zahlen: Es liegt mir gesichert für diesen Zeitraum die Zahl vier Millionen Euro vor. Inwieweit sich diese Zahl mit vielen Nullen, aufgrund der einzelnen Werbeaktivitäten der AOK nach oben entwickelt, inwieweit es noch was oben drauf gibt wenn die Jungs erfolgreich sind, ist noch offen. Deshalb bleibt es auf jeden Fall immer eine Zahl mit vielen Nullen und es geht nicht um 3,50 € oder um eine Behandlung oder ein Medikament um 100 € weswegen viele Patienten bei ihrer Kasse betteln müssen!
Keine Frage, es ist schön fĂĽr die Jungs vom Handball. Durch das AOK Logo der Gesundheitskasse auf den Trikots der Männer-Nationalmannschaft klingelt es gesichert in der Kasse des DHB, denn die AOK tritt als Geldgeber die Nachfolge des Onlinehändlers Getgoods an, der Ende 2013 Insolvenz anmelden musste.Neben der auffälligen Werbung auf dem Trikot, enthält das AOK Sponsering auch die Bandenwerbung und am Spielfeldrand die Werbung auf den Medizinkoffern. Die Gesundheitskasse AOK (heiĂźt ĂĽbrigens “Allgemeine Ortskrankenkasse”) firmiert mit Millionen von Beitragsgeldern als exklusiver DHB-Gesundheitspartner. Nun haben wenigstens die AOK Kassenpatienten die Gelegenheit im Fernsehen bei der Ăśbertragung der Spiele zu sehen was sie finanzieren. Ein kleiner Puzzlestein bei der Frage, wo bleibt unser Beitragsgeld. Ach und die Fans der Nationalmannschaft können sich bis 2017 im Stadion bei den aufgestellten AOK Aktionsständen ĂĽber Gesundheitsthemen informieren. Ein Service der besonderen Art könnte man annehmen. Nur diejenigen, die an ihrer Kasse als Bittsteller wegen ihrer Krankheit verzweifeln, die werden nun verstehen weshalb die AOK Gesundheitskasse heiĂźt und die Kranken als Pflichtversicherte einen ganz anderen Auftrag haben! Nämlich ĂĽber ihre Krankheit wiederum Gelder aus dem Gesundheitsfonds zu akquirieren. Oder ĂĽber Zusatzbeiträge usw.So dreht es sich, das Karussell um den groĂźen Sack der Beitragsgelder.Wird es nicht endlich Zeit, dass wir Kassenversicherte anfangen nachzudenken? Der Slogan der Kassenversicherten muss lauten: MACH MIT! Lasst uns gemeinsam diesen allgemeinen Kassen – Werbeaktionen, finanziert mit Beitragsgeldern, durch Verbreiten von Informationen etwas entgegen setzen um die Kernfrage: WO BLEIBT UNSER BEITRAGSGELD mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit zu bekommen. Danke fĂĽr Eure UnterstĂĽtzung beim Verbreiten. Wetten, dass Millionen Krankenkassenbeitragszahler gar nicht wissen, was sie alles finanzieren? Viel zu viel, was gar nichts mit der Absicherung im Krankheitsfall zu tun hat, weswegen wir doch scheinbar Pflichtversicherte sind und einzahlen mĂĽssen! Dazu kommt: Keiner der Beitragszahler wird und wurde gefragt was die Kassen, die im Grunde nur Verwalter der Beiträge sind, mit unseren Geldern alles treiben!! RH

 
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