Wurde Karneval verlängert?

Karneval ist doch vorbei oder!? Wie es aussieht, gab es aber eine weltweite Verl√§ngerung! T√§glich h√∂ren und sehen wir Politiker die sich verkleiden als aufrechte Demokraten. Pr√§sidenten die wie K√∂nige agieren und Diktatoren, die stolz in die B√ľtt steigen und der Menschenverachtung eine Narrenkappe aufsetzen. Und wer sind wir? Wir sind die maskierten Zuschauer im politischen Ballsaal. Klatschen, obwohl wir die Darsteller auf der B√ľhne auspfeifen m√ľssten. Lachen obwohl es zum Heulen ist. Schweigen obwohl wir Schreien m√ľssten. Passen uns an und sagen zu oft…Helau, anstatt Pfui Teufel.
Dieser verl√§ngerte Karneval findet ebenso bei den Spitzenfunktion√§ren in den Krankenkassen und Kassen√§rztlichen Vereinigungen statt. Und hier sind wir alle auch Zuschauer.¬†Egal ob Patienten oder √Ąrzte, Krankenschwestern oder Therapeuthen, wir schauen zu anstatt wir aufstehen und uns solidarisieren. Wir klatschen Beifall wenn uns Systemfehler ausnahmsweise nicht treffen. Wir suchen Schuldige und erkennen nicht, wir sind¬†mit schuld¬†an¬†diesen¬†Systemfehlern. Warum? Da uns¬†der¬†Gedanke: Das ist halt so, da kann man nichts machen, leitet.¬†Und genau das ist falsch. Mit dieser Haltung betonieren wir den Boden, auf dem die Schilder aufgestellt wurden und werden, die uns zu entm√ľndigten Bittstellern machen.
Allein¬†S√§tze¬†wie:¬†”Die Kassen erwirtschafteten einen √úberschuss” oder “Krankenkassen erzielten √úberschuss” sind falsch! Kassen haben unsere Beitragsgelder zu verwalten! Wie und wer von dieser Art erwirtschaften profitiert und wer darunter leidet, wird gar¬†nicht thematisiert!
Wer krank ist, oder sogar chronsich krank,¬†hat allein im vergangenen Jahr erlebt, wie die Zuzahlungen f√ľr Medikamente hoch geschossen sind. Viele haben es erst bemerkt, als sie angefangen haben, in der Apotheke einen Kassenzettel zu verlangen. Leider macht das auch fast niemand. Da stand dann aufeinmal zu den zus√§tzlichen Zusatzkosten ein extra Betrag. Bei R√ľckfragen kommt dann oft die Aussage: Das ist eben so, wir k√∂nnen nichts machen, fragen sie ihre Kasse. Ok, gute Idee, wenn alle die diese Kassenwillk√ľrmassnahmen erleben, selbst oder deren Umfeld, massiv in den Kassen vorstellig werden, w√§ren wir schon weiter!
Wer mich jetzt fragt, was soll ich denn dagegen machen?
1) Nicht alles als gegeben hinnehmen, sich informieren
2) Mehr hinterfragen, um eine Antwort √ľber den Entscheider der Massnahmen zu bekommen
3) Sich von Kassenmitarbeitern nie abwimmeln lassen
4) Bei Antworten ” steht im Gesetz” oder ” Ist gesetzlich k√∂nnen wir nichts machen”
den Gesetzestext anfordern – nicht nachgeben. Auf das Recht nach Information bestehen.
Meine Erfahrung: Viele Aussagen von wegen es gebe dazu Gesetze, sind falsch!
5) Andere informieren, sich untereinander austauschen
Fazit: Selbstbewusste, informierte B√ľrger – und B√ľrgerinnen lassen sich nicht so leicht an der Nase herum f√ľhren.
Und genau da beginnt der Abbau der Denke – da kann man nichts machen! Man kann, glauben Sie mir, man kann!
Renate Hartwig

 
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