Begegnung mit der Realität

Die hier von mir erlebte kleine Geschichte zeigt an nur einer einzigen
Alltagsbegegnung, weshalb ich seit Jahren massiv gegen die immer schneller
zutage tretenden Ungeheuerlichkeiten im Gesundheitswesen vorgehe. Es gibt
immer mehr Betroffene. Immer mehr kriminelle Energie wird vonseiten der
Fürsten in den Glaspalästen der Kassen ausgelebt. Und immer weniger
Versicherte erfahren davon! Durch dieses Erlebnis mit der alten Dame in der
Apotheke, war mir wieder bewusst: Wissen um die HintergrĂĽnde und
Zusammenhänge bedeutet sich wehren zu können und damit ist Wissen auch
Schutz und Kraft! Mein Wunsch und mein Ziel ist es, ĂĽber meine
Bücher,Vorträge und Veröffentlichungen, die Zusammenhänge greifbarer zu
machen. Vor allem die Verbreitung, was in den Hinterzimmern der Macht gegen
uns Beitragszahler beschlossen und dann fälschlicherweise als besondere
Leistung fĂĽr uns hingestellt wird!
Eine Begegnung:Der Aufzug im Ă„rztehaus ist nicht der schnellste. Jeder der
sich mit ihm befördern lässt, war gerade unterwegs zu einem, oder kam von
einem der vielen Ă„rzte im Haus. Ich holte ein Rezept fĂĽr meinen Mann, der mit
einem operierten Knie im Auto auf mich wartete. Die alte Dame neben mir im
Aufzug fragte mich nach der Uhrzeit. Sie musste zum Bus. Unten angekommen
strömten die Liftfahrenden auseinander. Eine Hälfte in Richtung Ausgang, die
anderen zum Eingang Apotheke, der passend neben dem Lift lag. Ich hielt der
alten Dame die TĂĽre auf und lies sie vorgehen, dachte an den Bus, den sie
erreichen wollte. Sie legte das Rezept hin. Der Apotheker nahm das Rezept,
schaute in den PC – drĂĽckte ein paar Tasten und sah die vor ihm stehende
Patientin über den Brillenrand an. Das macht 385, 80 € zahlen sie bar oder mit
Karte? Der Stock der Dame fiel um, ich nehme an stellvertretend fĂĽr sie. Sie hielt
sich an der Theke fest. Ich hob den Stock auf. Stellte mich neben sie, mein Blick
ging nicht ĂĽber den Brillenrand, sondern direkt durch meine Brille in die Iris des
Apothekers! Würden sie das ihrer Kundin mal erklären? Oder soll ich das
machen? Seine Antwort: Das ist nicht mein Job. Ich kann nicht jedem erklären,
was den Kassen im Minutentakt einfällt und ändern! Die Schlange hinter der
alten Dame und mir wurde länger und länger….! Ich sah die Blässe in ihrem
Gesicht und bemerkte das zittern der Hände. Sie nickte nur mit dem Kopf, als
ich sie fragte, ob ich ihr helfen darf?
Hinter mir brummelten die Wartenden. Nichts ahnend, dass sie genau zu dem
Klientel gehören, das längst verraten und verkauft wird! Ich forderte vom
Apotheker das Rezept zurĂĽck und bat um einen Stuhl, auf dem die Dame warten
konnte. Erklärte ihr kurz den Hintergrund, und sprach von dem kriminellen
Monopolyspiel der Krankenkassen. Ich sah, sie konnte kräftemäßig nicht mehr
im Aufzug hoch zum Arzt um das mit dem Rezept zu klären. Deshalb entschied
ich mich, es für sie zu erledigen. Klar hätte der Apotheker auch beim Arzt
anrufen und der hätte ein anderes Medikament aufschreiben können, eines das
nicht auf der Liste der Abzocker steht. Aber…… lassen wir das! Kurz gesagt, ich
“eilte” mit dem langsamen Fahrstuhl hinauf in die Praxis, unterbrach die
medizinische Fachangestellte in ihren Erklärungen, die lauteten, es ginge nicht
anders….und sagte ihr ganz deutlich, dass ich mit ihr weder diskutiere noch ihr
“Rezept ändern geht nicht” akzeptiere. In solchen Situationen erlebe ich, wie gut
es ist, dass mich viele Ă„rzte kennen. Punkt um, ich bekam ein neues Rezept,
sowie die Erklärung vom Arzt, dass “man” in der Praxis gar nicht mehr
nachkommt, die Veränderungen der Kassen aufzuschreiben. Dann war ich
schon wieder auf dem Weg zurĂĽck in die Apotheke. Diesmal bekam die
Patientin ein Medikament mit den 5€ Zuzahlung. Der Bus von ihr war weg. Mein
Mann dachte bereits, die Apotheke sei ĂĽberfallen worden. Er wunderte sich, wie
ich mit der alten Dame am Auto ankam. Ich gab ihm eine kurze Erklärung. Da
der Bus weg war und erst Stunden später einer in die Richtung fährt,
entschieden wir uns zu einem gemeinsamen Kaffee Besuch. Danach fuhren wir
die 85 Jahre alte Dame nach Hause. Durch diese Begegnung wurde ich wieder
einmal mehr bestätigt:
Dieses System ist krank – die es so gestalten sind kriminell und wir, die es
finanzieren und zulassen, sind doof!
Renate Hartwig

 
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