Abhängig unabhängig!

Wir Kassenpatienten finanzieren mit unseren Beiträgen nicht nur einen gigantischen Verwaltungswasserkopf, sondern auch noch einiges mehr, was nicht zu unserer Behandlung gehört. Zum Beispiel unsere eigene Verdummung! Hier ein Beispiel, bei dem uns über den Begriff „Unabhängig“ suggeriert wird, es ginge um die Stärkung unserer Rechte! Es geht um die sogenannte „Unabahängige Patientenberatung Deutschland“ sie soll laut Politiker, der Verbraucher- und Patientenberatung dienen. Von 2000 – 2010 wurde die UPD als Modellvorhaben betrieben. Ab dem 1. Januar 2011 wurde die UPD umgebaut in eine Regelversorgung. Finanziert wird die Unabhängige Patientenberatung Deutschland vom Spitzenverband der Krankenkassen über die Beiträge von uns Kassenmitgliedern. Ratsuchende Kassenpatienten erleben in der UPD immer öfter einen Laden, der wie ein Schutzschild für die Kassen und deren Umtriebe agiert. So hat ein Kassenpatient, als er wegen der seltsamen Rechenart seiner Kassenbeiträge bei der UPD Rat suchte, folgendes erlebt! Der „Rat“ kam in einem 20-Minuten-Telefonat, bei dem ihm dringend geraten wurde, nicht gegen seine Kasse vorzugehen „da alles seine Richtigkeit habe“ Er sollte auch keinen Widerspruch gegen die Beitragsforderungen einreichen. Um diesen Rat auch noch schriftlich zu fixieren, bekam der geschädigte Kassenpatient von der einer Stelle der „Unabhängigen Patientenberatung Deutschland“ nach einer Woche mehrere Kopien, in dem der GKV Spitzenverband über Seiten darlegt, weshalb es so ist, wie es ist!! Über Seiten wird dem Leser suggeriert, es sei alles gesetzlich abgesegnet. Natürlich kann niemand, der sich nicht intensiv mit den Inhalten von behördlichen und juristischen Texten beschäftigt hat, erkennen, was in der Sache durch Redefinition von Begriffen und durch Weglassen von Fakten fehlt. Die Sache selbst – nämlich die nicht nachvollziehbare Bemessungsgrundlage – wurde dem Ratsuchenden nicht erklärt. Können sie nicht? Wollen sie nicht? Nicken sie ab was von dem GKV-Spitzenverband kommt ohne es zu lesen? Ohne es zu hinterfragen? Oder wird einfach nicht an dem Ast gesägt, auf dem man selbst sitzt!?

Renate Hartwig

 
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