Selbstverwaltung ist gleich Selbstbedienung!

Eigentlich ist das ein schlechter Witz. In der offiziellen Sichtweise sind die gesetzlichen Krankenkassen unsere Vertreter.
Ihr eigentlicher Auftrag ist es unsere Beitragsgelder, im Jahr um ca. 200 Milliarden, zu verwalten. Nur, wer anfĂ€ngt, genauer hinzusehen, muss sich erst einmal die Augen reiben. Denn die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen ist zwar von 1147 (1990) auf 124 (2015) geschrumpft, nur der Verwaltungsaufwand ist gleich geblieben. Was das heißt?
Ganz einfach, eine der Folgen der sogenannten Selbstverwaltung, die sich zum Selbstbedienungsladen entwickelte!
Die Kassen sind keine Behörden, nur Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie sind keine staatlichen Einrichtungen. FĂŒhren sich aber wie Gesetzgeber auf, und bezeichnen immer öfter ihre Entscheidungen als Gesetz!
FĂŒr dieses System fĂŒhlt sich die Politik nicht verantwortlich. Politisch gut eingefĂ€delt denn auf Nachfrage,was die aktuellen Entwicklungen betrifft, können unsere Volksvertreter und Volksvertreterinnen, immer antworten: Das geht mich nichts an, ist Sache der Selbstverwaltung!
Und genau diese Aussagen kennen wir, falls irgendein Journalist doch einmal anfĂ€ngt Ungereimtheiten im System zu hinterfragen! Übrigens
der Klub dieser “Selbstverwaltung” heißt offiziell «Gemeinsamer Bundesausschuss»! Klingt doch sehr offiziell, gehört aber genau zu den Wortspielen, um uns BĂŒrger und BĂŒrgerinnen, zu suggerieren es handele sich bei den Entscheidungen in diesem Gremium, um gesetzliche Entscheidungen. Doch es sind Entscheidungen des “Klubs” der FunktionĂ€re! In ihm sitzen Vertreter der Krankenkassen, FunktionĂ€re der KassenĂ€rzte, KassenzahnĂ€rzte und KrankenhĂ€user zusammen und bestimmen, welche Leistungen von der GKV ( gesetzlichen Krankenversicherung) ĂŒbernommen werden. Wir Kassenversicherten finanzieren auch diese Runde durch SystemzuschlĂ€ge: Beim Arztbesuch werden dafĂŒr etwa vier Cent abgezogen und beim Aufenthalt im Krankenhaus 1,27 Euro. Ärzte haben eine eigene Selbstverwaltung, die auch mit K beginnt. Die KassenĂ€rztlichen-Vereinigungen, genannt KV! Auch die gehören dringend in den Fokus der Öffentlichkeit, um dem Clan der “K’” Selbstverwaltungen, zu entlarven! Gemeinsam beherrschen sie perfekt das Handwerk der OmertĂ . Sie verfĂŒhren und bestrafen. Belohnen und terrorisieren Sie machen abhĂ€ngig und verbreiten
Angst. Ja, aus meinen Erfahrungen und Recherchen kann ich das sagen, dass sie genau so agieren und funktionieren, dieser Klub der Körperschaften des öffentlichen Rechts. Ich weiß nicht, ob die Damen und Herren in der Politik sich einfach nicht mit den Unglaublichkeiten dieser K-Selbstverwaltungen beschĂ€ftigen wollen oder nicht können? Denn eigentlich kann man gar nicht die Augen davor verschließen, denn sie sind durch ihr Handeln, die Wurzel des Problems, in dem System.
Da sitzen zwei „K“ HĂ€hne, die nach außen aufeinander losgehen,danach aber in Hinterzimmern gemeinsam ihre eigene Besitzstandswahrung festzurren und WillkĂŒrmaßnahmen gegen ihr Klientel aushecken. So funktioniert die viel gerĂŒhmte «Selbstverwaltung». Die zwei HĂ€hne sind die Krankenkassen und ihr Spitzenverband einerseits sowie die siebzehn
KassenÀrztlichen-Vereinigungen der LÀnder und ihr Bundesverband andererseits. (Rechnen Sie den Verwaltungsaufwand nicht hoch, Ihr Taschenrechner fÀngt an zu tillen) Ich kann Ihnen versichern:
Das System des gespielten Gegeneinander funktioniert seit Jahrzehnten. Aber zu was fĂŒr einem Preis? Beide Selbstverwaltungen agieren im großen Stil gegen den Personenkreis, der sie finanziert und von dem sie frech behaupten, ihre Vertreter zu sein! Das die Kassen ganz bestimmt nicht tatsĂ€chliche Vertreter ihrer Mitglieder sind, sollte mittlerweile jedem klar sein, der auf die Strukturen achtet, in denen unser aller Beitragsgeld versickert. Ein erstes Beispiel, wie wir flĂ€chendeckend fĂŒr dumm verkauft werden, zeigt die Krankenversicherungsstatistik des
Bundesgesundheitsministeriums. Die Daten beruhen auf den Meldungen der gesetzlichen Krankenkassen. Auf RĂŒckfrage bei den Kassen, nennen diese das Zahlenwerk des Gesundheitsministerium’s und suggerieren damit, es seien offizielle Zahlen die vom Ministerium erarbeitet wurden!

Renate Hartwig

 
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