Ein kleiner √úberblick in Zahlen

Das deutsche Gesundheitssystem wird fast ausschlie√ülich √ľber Versichertenbeitr√§ge finanziert. Ca. 90 % der Bev√∂lkerung sind √ľber eine Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert, bis zu einer gewissen Einkommensgr√∂√üe sogar pflichtversichert. 9 % der Bev√∂lkerung sind privat krankenversichert. Nur etwa 0,1 % – 0,3 % der Bev√∂lkerung sind ganz ohne Krankenversicherungsschutz. Immer mehr Gesundheitsleistungen werden in Deutschland allerdings nicht mehr √ľber die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt sondern aus Mitteln der Eigenbeteiligung erbracht (Zuzahlung). Neben dem System staatlicher Leistungen hat sich in den letzten Jahren ein regelrechter ‚ÄěGesundheitsmarkt‚Äú etabliert, der von Wellness-Angeboten √ľber Anti-Aging und Fitnesstraining bis hin zu Sch√∂nheitsoperationen reicht, ein Markt, an dem Kapitalgesellschaften partizipieren wollen. Mit 10,7 % vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) besitzt Deutschland das viertteuerste Gesundheitssystem der Welt. Wir brauchen klare politische Forderungen, an denen wir Politiker und Parteien messen k√∂nnen. Dass Callcenter besser als Hausarzt ist ‚Äď davon ist derzeit so mancher Politiker √ľberzeugt, auch wenn es wahrscheinlich 99% der Bev√∂lkerung f√ľr Schwachsinn h√§lt. Seien Sie sicher: In keinem Bereich werden Sie nachhaltiger hinters Licht gef√ľhrt, wie bei der Gesundheit und ihren diversen Reformen. Ganz vorne im hinters Licht f√ľhren steht dieses Dreigestirn: Politik, Kassen und Kassen√§rztliche Vereinigung. Die haben etwas anderes vor, als sie nach aussen propagieren. Und genau deshalb bedarf es einer breiten √∂ffentlichen Thematisierung √ľber unser Gesundheitssystem.

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