Offener Brief an die B√ľrgerpatienten in Bayern

An alle B√ľrgerpatienten in Bayern,

die bayerischen Haus√§rzte wurden in den letzten Jahren vonseiten der Politik in der Sicherheit gewogen, die wohnortnahe haus√§rztliche Versorgung von uns B√ľrgerpatienten sei politisch gewollt. Ab dem 1. Januar 2009 trat der Paragraf 73 b SGB V, der sogenannte Hausarztvertrag-Paragraf, in Kraft. Jedoch bereits wenige Monate, nachdem das Gesetz verabschiedet war, wurde es auf Betreiben der FDP von der jetzigen Bundesregierung am 12.11.2010 praktisch wieder abgeschafft. Soviel zur politischen Verl√§sslichkeit. Die Haus√§rzte wollten mit dem Hausarztvertrag ein St√ľck existenzielle Sicherheit f√ľr sich und f√ľr uns eine sichere, wohnortnahe und gute Gesundheitsversorgung erhalten.

Frage: Wen st√∂rt dieses Vorgehen? Vor allem diejenigen, die unser Gesundheitswesen in eine Gesundheitsindustrie umbauen wollen. Politische Triebfeder ist hier die FDP, die das Gesundheitsministerium besetzt und massiv Klientelpolitik auf den Schultern der Bev√∂lkerung betreibt und unsere √Ąrzte durch massiv betriebene Privatisierung verkauft.

Frage: Um was geht es? Ums Geld ‚Äď genauer gesagt: um unsere Beitr√§ge f√ľr die Gesetzlichen Krankenversicherungen – immerhin 188 Milliarden im Jahr 2009! Nicht nur der Arzt unseres Vertrauens wird verkauft, auch wir als Patienten. Als Kassenpatienten wurden wir umfunktioniert zu Kunden, die Krankheit zum Produkt. Nach dem Willen von Minister R√∂sler und Co. sollen uns bei minimaler Grundversorgung Produkte wie z. B. private Zusatzversicherungen verkauft werden. Doch nur der Gesunde kann sich versichern, der bereits Erkrankte f√§llt durch das Aufnahmeraster! Hier haben wir bereits amerikanische Verh√§ltnisse, vor denen ich seit 2008 massiv warne. Eine gigantische Maschinerie ist im Gange, diesen Wachstumsmarkt Gesundheit in eine sprudelnde √Ėlquelle f√ľr Aktiengesellschaften umzufunktionieren.

Die im Bayerischen Haus√§rzteverband organisierten √Ąrzte stellen sich dieser Entwicklung entgegen. Denn sie sind gefangen in einem maroden, undurchschaubaren System mit mafi√∂sen Strukturen. Um als Arzt unseres Vertrauens weiter bestehen und um uns eine wohnortnahe, sichere Versorgung erhalten zu k√∂nnen, m√ľssen sie dieses System verlassen, um uns und sich vor dem geplanten Verkauf zu sch√ľtzen! Die bayerischen Haus√§rzte nehmen ihr Schicksal in die Hand, um ganz in unserem Sinne, eine bezahlbare, langfristige Sicherheit unserer Gesundheitsversorgung zu garantieren. Mischen wir uns ein, denn es geht vor allem um uns!

Diesen offenen Brief an alle B√ľrgerpatienten in Bayern, kann zum weiter verbreiten als PDF Datei auf der Seite www.patient-informiert-sich.de herunter geladen, als Link versendet, sowie ausgedruckt werden. Weitere detaillierte Hintergrundinformationen zum Thema Systemumstieg der bayerischen Haus√§rzte folgen auf diesem Blog.

 
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